Wissenswertes

Radfahrerinnen und Radfahrer können in kritische Verkehrssituationen geraten, wenn seitliche Sicherheitsabstände (z. B. beim Überholen durch ein Auto) nicht ausreichend eingehalten werden. Neben diesen Überholabständen kommt allerdings auch dem Radfahren auf Straßen am rechten Fahrbahnrand eine wichtige Bedeutung zu.

Die StVO hatte in ihrer Fassung des Jahres 1956 die Radfahrer noch verpflichtet, "auf Straßen ohne Radwege die äußerst rechte Seite der Fahrbahn einzuhalten." In der weiteren Fortentwicklung dieser Rechtslage wurde diese speziell dem Radverkehr zugewiesene Verhaltenspflicht allerdings bereits mit der vollständigen Neufassung der StVO aus dem Jahr 1970 nicht mehr in dieser konkreten Formulierung übernommen. Aktuell gibt die StVO in ihrem Paragraphen 2 Abs. 2 nunmehr allgemein vor: „Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur ... beim Überholtwerden, ...“.

Dieses Rechtsfahrgebot ist dabei nicht starr, sondern richtet sich nach den jeweiligen Umständen. Es bedeutet auch nicht „äußerst“, sondern den Gegebenheiten angemessen weit rechts zu fahren und gilt auch für Radfahrer, soweit sie die Fahrbahn benutzen. Dieser seitliche Sicherheitsabstand ist u. a. von Bedeutung zum Fahrbahnrand, wenn Radfahrer überholt werden oder auch beim Vorbeifahren an parkenden Fahrzeugen.