Mofakurs

Mofa fahren – das bedeutet für Jugendliche einen großen Schritt in Richtung mehr Mobilität. Erstmals können sie sich unabhängig von den Eltern mit einem motorisierten Fahrzeug selbstständig am öffentlichen Straßenverkehr beteiligen. Was neben dem Zugewinn an Freiheit auch wächst: Die Verantwortung für das eigene Verhalten im Verkehrsraum.

In der Schule fahren lernen

Ab dem 15. Lebensjahr dürfen Jugendliche die Prüfung für die Fahrerlaubnis ablegen; in einem Lebensabschnitt, in dem das Leben Kopf steht: Das Zurechtfinden in der eigenen sozialen Welt, unterwegs sein mit der Clique und vielleicht auch die erste Liebe lassen Jugendliche übermütig werden. Problematisch wird es, wenn aus Übermut Leichtsinnigkeit oder fahrlässiges Handeln werden. Verantwortung für sich und andere übernehmen ist daher ein zentrales Lernziel.

Beim Mofakurs handelt es sich um eine freiwillige Arbeitsgemeinschaft an Schulen im Sekundarbereich I, geleitet von eigens geschulten Lehrern. Der Mofakurs ist Teil der schulischen Verkehrserziehung und greift weiter als eine „normale“ Fahrausbildung. Es geht nicht nur darum, Verkehrsregeln und Fahrpraxis zu vermitteln, sondern maßgeblich um das Verhalten in der Gruppe und die Akzeptanz sozialer Normen, um das Sozialverhalten positiv zu beeinflussen.

Die Landesverkehrswacht unterstützt mit Übungsmaschinen und Zuschüssen zu Lehr- und Lernmaterialien sowie zur Aus- und Fortbildung der Kursleiter das Konzept. Jedes Jahr durchlaufen ca. 5.000 Jugendliche einen schulischen Mofakurs.